Vorsorge im Alter
und im Todesfall

über Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten und Testamente sollte sich jeder in jedem Alter Gedanken machen. Alle 3 regeln Bereiche in unserem Leben, die wir Menschen in einem gewissen Stadium nicht mehr (alleine) regeln können. Aus diesem Grund ist es sinnvoll im Voraus Entscheidungen für sich selbst zu treffen, denn in den wenigsten Fällen treffen andere instinktiv genau die Entscheidung, die man selbst wollte.

Patientenverfügungen

Im Rahmen der Patientenverfügung bestimmt man seine eigene medizinische und pflegerische Behandlung im Bedarfsfall. Darin kann bestimmt werden, welche medizinischen Maßnahmen von Ärzten durchgeführt werden sollen (z.B. Anschluss an Herz-Lungen-Maschine) und welche nicht (z.B. Ernährung mit einer künstlichen Sonde). Man selbst kann z.B. entscheiden wie viel Schmerzmittel benötigt und dann auch gegeben werden müssen, damit man sich noch wohl fühlt. Das Besondere an der Patientenverfügung ist, dass sie gegenüber dem Arzt im Rahmen seiner Tätigkeit bindend ist. Man sollte eine dritte Person benennen, welche die Entscheidungskompetenz hat (z.B. Kind). Wichtig bei Erstellen einer Patientenverfügung ist, dass man klar und deutlich zum Ausdruck bringt, welche Wünsche man hat.

Vorsorgevollmachten

In der Vorsorgevollmacht wird festgelegt, welche Person im Fall einer Krankheit die Vertretungsmacht hat. Juristisch nach dem Betreuungsänderungsgesetz von 1999 ausgedrückt, die persönliche Willensvertretung. Die Vollmacht richtet sich vor allem nach den Bedürfnissen des Einzelnen, z.B. gegenüber Vermieter, Behörden, Versicherungen etc. Sie stellt klar, dass hier noch jemand eine Entscheidungskompetenz hat, wenn man selbst nicht mehr entscheiden kann aber noch nicht verstorben ist.

Testament

Das Testament hat vielfältige Gesichter und Formen. Das "normale" Testament ist handschriftlich, mit Ort und Datum versehen und unterschrieben. Festgelegt werden kann alles, was den Nachlass betrifft, insbesondere sind auch Auflagen möglich (wer kriegt was und muss was dafür tun); hier kann man sich fast schon austoben. Z.B. kann auch festgelegt werden, dass im Streitfalle zunächst eine gütliche Einigung über Mediation erreicht werden muss.

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